Pleinair 2016: Harzblicke

Foto: Christian Schwarzer

Foto: Christian Schwarzer

Seit 1998 organisiert der BDK-Landesverband Sachsen-Anhalt alljährlich während der Pfingstferien Pleinairs als eine Form der Fortbildung für Kunstlehrerinnen und Kunstlehrer.
Wenn man sich allerdings die Zielstellungen der Lehrpläne, die Berichte und Erörterungen in den BDK-Miteilungen ansieht, ganz zu schweigen von der aktuellen Kunstszene, so kommen einem doch Zweifel. Zweifel, ob es überhaupt noch zeitgemäß und sinnvoll ist, sich wie Künstler im 19. Jahrhundert zu verhalten, sich mit Stiften, Pinsel und Farben vor die Natur zu setzen und Bilder zu produzieren. Aber es besteht nach wie vor Interesse an diesem Frühjahrskurs, weil er offenbar die Möglichkeit bietet, sich in unserer schnelllebigen Zeit in Ruhe der Landschaft und ihren, aber auch den eigenen Stimmungen hingeben zu können.
So fanden sich auch in diesem Jahr 16 eifrige Kolleginnen und Kollegen zusammen, darunter auch viele „Ehemalige“, die den Kontakt zu ihren noch beruflich Tätigen nicht aufgeben möchten. Eine geeignete Unterkunft fand sich bei Hasselfelde im Feriendorf „Blauvogel“ mit seinen gut eingerichteten Holzhäusern, in denen jeweils 3-4 Teilnehmende unterkamen. Es reisten Interessenten aus ganz Sachsen-Anhalt an, von Stendal über Magdeburg bis Zeitz, natürlich auch aus dem Harzkreis. Hier hat sich ein fester Stamm gebildet, bestehend aus Frank Fauser, Heidrun Güttel, Marlene Schwarzer, Marita Spiller, Elisabeth und Siegfried Witschaß. Letzterer hat seit fast zwei Jahrzehnten den organisatorischen „Hut“ auf; Heidrun Güttel und Marlene Schwarzer, zusammen mit Marion Töpel und Uwe Wendler aus Magdeburg, sorgen dafür, dass die Ergebnisse in Ausstellungen der Öffentlichkeit präsentiert werden.
Auch diesmal zogen wir hinaus in kleineren oder größeren Gruppen, manchmal auch allein, ausgerüstet mit Stift und Pinsel, Aquarell- und Acrylfarben, Feder und Tusche, Papier und Malpappe, natürlich auch dem Klapphocker. Die Umgebung Hasselfeldes zwischen Stiege und Trautenstein, dem Tal der Hassel bis hin zur Roseburg bei Ballenstedt – sie boten vielfältige Motive für Harzblicke. Das diesmal angenehm sonnige Wetter gab uns zusätzliche Unterstützung.
Besonders die abendlichen Zusammenkünfte auf der Terrasse ermöglichen uns den persönlichen Kontakt zu pflegen. Umrahmt wird dies durchs gemeinsame Abendessen, wofür sich eigens immer Christian Schwarzer als Koch beweist und uns nicht nur mit dem schon traditionellen Spargelgericht erfreut.
Trotz der o.a. Zweifel – wir wollen auch 2017 das 20. Pleinair organisieren und vielleicht hat dieser Bericht weitere Kolleginnen und Kollegen zur Teilnahme angeregt.

Freuen würden wir uns jedenfalls, wenn zur Ausstellungseröffnung am Donnerstag, den 9. Juli 2016, 16 Uhr im Landratsamt Halberstadt, Friedrich-Ebert-Straße, viele Interessierte erscheinen!

Autor: Siegfried Witschaß

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