GANZHEITLICHKEIT

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Kunstpädagogische Begriffe
GANZHEITLICHKEIT
Dr. Joachim Penzel (Halle)

Öffentliche Ringvorlesung
Villa Neuwerk, Raum 102
Neuwerk 7
06108 Halle
Do // 13.11. // 18:15-19:45 Uhr

Der Begriff Ganzheitlichkeit entspricht einem der meist gebrauchten Topoi im gesamten Bildungssystem. Er wird inflationär in bildungswissenschaftlichen, fachspezifischen und schulischen Kontexten verwendet, kommt dabei aber über einen Phantomstatus nicht hinaus. Auf der Grundlage der Integralen Theorie, die der amerikanische Psychologe und Evolutionstheoretiker Ken Wilber seit Ende der 1990er-Jahre entwickelt, wird der Bezugsrahmen einer zeitgemäßen Vorstellung für eine ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung abgesteckt. Auf dieser metatheoretischen Grundlage lassen sich Perspektiven für eine ganzheitliche Bildungskonzeption im Fach Kunst darstellen. Diese umfasst die Definition fachspezifischer Kompetenzen, die Ausarbeitung eines pluralistischen Methodenkonzepts, eine integrale Unterrichtsplanung und eine ganzheitliche Lernstands- und Förderdiagnostik. Für alle Lehrenden, aber auch für Nicht-Kunstpädagogen bietet die Integrale Theorie methodisch-praktische Impulse zur Selbstreflexion und Anstöße zur Selbstentwicklung.

Dr. Joachim Penzel entwickelt seit einigen Jahren die Grundlagen einer Integralen Kunstpädagogik und Integralen Kunsttheorie. Er ist Kunstpädagoge, Kunstwissenschaftler und Ausstellungskurator; derzeit tätig als Bereichsleiter für das Fach Gestalten an Grund- und Förderschulen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

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